Repaircafe

Splitter-logoManche Initiativen reparieren mittlerweile wieder (mit etwas veränderter Ausrichtung, bedingt durch Hygienekonzept und Umstände), andere entwickelten Online-Formate für Reparatursprechstunden. Wie so ein virtuelles Angebot funktioniert, lest ihr in der neuen Ausgabe von SPLiTTER, dem Fanzine von und für Reparatur-Initiativen. Außerdem schauen wir, was die Maker-Szene an medizinischer Versorgung gemeinschaftlich auf die Beine stellen konnte, und werfen einen Blick auf die Ergebnisse der Netzwerkbefragung.

>>> Hier die neue Ausgabe 2/2020 lesen.

SPLiTTER ist angelegt wie ein „Fanzine“, ein handgemachtes Magazin von Fans für Fans. Er ist ein offenes Medium, ohne Seitenzahlen, individuell zusammenstellbar, leicht zu ergänzen. Denn ihr sollt hier mitmachen können – Ergänzungen, Themenvorschläge, Anregungen sind erwünscht! 
Die letzte Blanko-Seite könnt ihr mit eigenen Texten füllen – oder schickt uns Ideen/Beiträge für die nächste Ausgabe an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Viel Spaß beim Blättern und Schmökern!

Euer Reparierer-Team

RG28hier ein informativer und netter Filmbeitrag zur Abfallvermeidung:

https://www.youtube.com/watch?v=muAw4UgakCw&feature=youtu.be

Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28.

rc lampe kleinRepair Cafés sind Treffen von Menschen, die gemeinsam mit anderen ihre defekten Alltagsgegenstände wie z.B. Stühle, Küchengeräte, Uhren, Computer, Telefone oder andere Elektrogeräte reparieren. Besucher bringen defekte Gegenstände von zu Hause mit und bearbeiten sie gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau.

Übrigens können bei Nachfrage auch Kleidungsstücke und Heimtextilien repariert werden. Eine Nähmaschine steht dafür nach Anmeldung (s.unten) zur Verfügung.

 Ziel dieser Treffen ist es, Menschen in der Nachbarschaft zusammen zu bringen und gemeinsam defekte Alltagsgegenstände zu reparieren, die sonst im Müll landen würden. Mit dem Repair Café wird gezeigt, dass Reparieren Spaß macht und oft einfach ist. Das haben sich schon viele Mitmenschen nicht zweimal sagen lassen, und die Tische im C83 sind schnell belegt. Wer sich anmeldet und bereits vorher seinen Reparaturbedarf benennt, hat bessere Chancen auf Erfolg, denn so können die Reparaturhelfer bereits passendes Werkzeug und evtl. Ersatzteile bereit halten.

von Jürgen Reuß aus: Le Monde diplomatique Nr. 10588 Dokumentation 12.12.2014 S. 1

Es wird gern und viel eingekauft in den reichen Industrieländern, doch das Gekaufte landet meist schneller auf dem Müll als gedacht. Die beiden Phänomene hängen, obwohl wir sie gewöhnlich getrennt behandeln, eng miteinander zusammen. Auf der einen Seite stellen wir uns auf bestimmte Zyklen ein, in denen Dinge neu angeschafft oder ausgetauscht werden müssen – alle drei Monate ein neues Hemd, alle zwei Jahre ein neues Handy, spätestens alle fünf ein neuer PC, mit jedem nächsten ’A‘ ein neuer ’AAAA+‘-Kühlschrank und mit jedem weiteren Superlativ das neue HD-Ultra-TV-Gerät, um die gesendete Qualität entsprechend hoch aufgelöst ansehen zu können. Modellwechsel mitzumachen ist zum vertrauten Automatismus, der Werbeslogan „Öfter mal was Neues!“ zur selbstverständlichen Alltagspraxis geworden. Deshalb fallen auf der anderen Seite immer mehr ausgemusterte Dinge an, die richtig entsorgt sein wollen.